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Heft 2/2024 - Sport, Körper und Psychoanalyse!

In der ersten Ausgabe der Faulen Äpfel - der Zeitschrift für klassische Psychoanalyse, widmen wir uns als Leitthema Sigmund Freuds Text "Zeitgemäßes über Krieg und Tod". Freuds Text ist dabei Ausgangspunkt der meisten Analysen welche diese erste Ausgabe schmücken werden. Tod, Krieg, Abenteuer, Staat, Macht und Gesellschaft, Kultur und Gewalt sind einige der Themen, um welche diese Ausgabe kreist. Wer einen ersten beispielhaften Einblick bekommen will, was für Texte einen im Heft 1 / 2024 erwarten werden, schaue auf die Titel weiter unten. 

Der Redaktionsschluss für diese Ausgabe ist der 10.02.2024. Falls du selbst noch einen Faulen Apfel zum genannten Thema einreichen möchtest, dann kontaktiere mich über das Kontaktformular. 

Alle Informationen zu Textlänge etc. sind hier zu finden: 

Mit diesem Text ist Otto Fenichel eine Untersuchung gelungen, die in klassisch psychoanalytischer Manier, zwar am Beispiel der Gindlerschen Gymnastik seine Einsichten rechtfertigt, jedoch allgemeine Zusammnhänge von sportlicher Betätigung und Psyche verdeutlicht. Nicht nur die Nähe von Otto Fenichels zu Wilhelm Reichs Denken wird hierin deutlich, mehr noch, ist diese Untersuchung eine Erinnerung an das materialistische Fundament, auf welchem die Psychoanalyse aufgebaut ist. 

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01.

Sport als Selbstbefriedigung? - Training zwischen Realitätstüchtigkeit und Narzissmus

So sehr neben dem physiologischen auch psychologische Wert des Sportes hervorgehoben wird, zeigt sich dieser Wert in nicht geringem Maße bedingt durch eine libidinöse Befriedigung in Form von Autoerotik und Narzissmus. Der Körper und die entzweckte Bewegung rücken in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und können mitunter zum Hauptort der Befriedigung werden. Ob das, was einen für die Welt, das Leben und die Sexualität fit machen sollte, einen letztlich von der Welt, dem Leben und der Sexualität wieder fortreißt, wird hier gefragt.

02.

Sport als heimliche Perversion? - Exhibitionismus, Voyeurismus und Homosexualität

Sport als Betätigung sowie die aus ihr hervorgehende Ästhetik können mitunter Ankerpunkt für die Befriedigung perverser Begehren sein, und überhaupt darin seinen insgeheimen Reiz finden. Der trainierte Körper, ob von Mann oder Frau, verrät sich in seinen unbewussten Motiven, als geradezu Spielplatz eines Exhibitionismus sowie eines Voyeurismus. Möchte doch in Wahrheit nicht nur das andere Geschlecht, sondern auch das eigene beeindruckt werden, nötigt zur Frage, ob auch die Homosexualität im Sport eine heimliche Befriedigung ermöglichen. Dass besonders Teamsport, aber auf eine andere Weise, als Hort der Homosexualität dient, wird hier diskutiert.

03.

Kollektives Unbewusstes vs. kollektives ÜberIch

Das Kollektive Unbewusste wird von seinem Kopf auf die Füße gestellt. Dahingehend wird Jungs Entsexualisierung des Unbewussten rückgängig gemacht, sowie sein impliziter Finalismus. Was dabei herauskommt, ist das kollektive ÜberIch. Dieser Text ist ein Versuch zu zeigen, wo Carl Gustav Jungs und Sigmund Freuds Wege sich trennten, und trennen mussten. 

04.

1984 - Die Macht über die Vergangenheit

In Anlehnung an George Orwells prophetisches Meisterwerk 1984, wird hier die Frage gestellt, inwiefern Geschichte wirklich Gegenwart bestimmt, und welche Gründe dahinter liegen könnten. Auch in der Psychoanalyse als Praxis muss sich diese Frage gestellt werden: Sollte man die eigene Geschichte umschreiben, oder sollte man sie vergessen?

05.

Weitere Texte...

Etwa 20 weitere Texte, zu Themen wie Propaganda, Rassismus, die Dummheit der Masse, Fight Club, KI-Freundinnen, Nachtwanderungen, Unsterblichkeit und Postapokalypse, sowie ein, zwei abenteuerliche Anekdoten und tödliche Gedichte finden sich in dieser Ausgabe.

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